Barcelona Marathon 2017 – Mein Lauf

Nachdem ich zwei Wochen vor dem geplanten Barcelona Marathon bei meinem letzten langen Lauf mit Rückenschmerzen aus dem Rennen geworfen wurde wusste ich lange nicht, ob ich überhaupt in Barcelona starten kann. Nicht nur, dass ich drei Wochen nicht wirklich laufen konnte, sondern ich hatte auch keine Ahnung ob der Rücken hält, denn einen leichten Schmerz hatte ich noch immer.

Immerhin konnte ich in der Woche direkt vor dem Barcelona-Marathon zwei kürzere Läufe von 6km Länge einschieben, um den Körper an das Laufgefühl zu erinnern und die Haltbarkeit des Rückens zu testen. Alles lief soweit super, so dass ich die Reise antreten konnte.

Flughafen-Streik

Leider gab es vor dem Abflug dann weitere Probleme, die uns ein wenig aus dem Takt brachten, denn in Berlin streikte das Bodenpersonal am Flughafen bis Samstag Früh 5 Uhr … uns Flug sollte um 7 Uhr gehen. Das klappte auch, nur war es schon ein komisches Gefühl zumal einer unserer Laufpartner bereits einen Tag früher fliegen wollte – gestoppt durch den Streik. Leider war ein Umbuchen nicht sinnvoll möglich und so musste er leider zu Hause bleiben.

Der Tag vor dem Marathon

Nach dem zweistündigen Flug sind wir am Samstag Morgen in Barcelona gelandet. Das Wetter war super, Sonnenschein und 20 Grad – endlich Frühling. Nachdem wir die Koffer abgestellt hatten ging es in die Stadt. Erst zur Marathon-Messe, um die Startnummern abzuholen. Später dann ein kleiner Stadt-Rundgang (Wanderung) zum Strand und der Sagrada Familia. Vielleicht war es nicht die allerbeste Idee, am Tag vor dem Marathon über 20 Kilometer durch die Stadt zu laufen, aber als mir meine Beine versuchten dies zu signalisieren war es schon zu spät. Egal. Am Abend gab es noch eine Portion Pasta in einem italienischen Restaurant. Hier trafen wir noch weitere Marathon Teilnehmer. Komisch 😉 Dann ab ins Bett und noch ein paar Stunden Beine ausruhen und schlafen.

Der Barcelona Marathon 2017

Mein Wecker klingelte um 5:30 Uhr – mitten in der Nacht, aber ich brauche morgens immer etwas Zeit vor einem solchen Lauf – stress wäre nicht gut. Also Laufsachen an und los – auf dem Weg (ca. 1,5 Kilometer vom Hotel) gab es noch ein kleines Frühstück mit Kaffee. Im Anschluss noch drei Stationen U-Bahn und wir waren da.

Das Wetter war top. 18 Grad sollten es an diesem Tag werden, und ab und zu mal ein paar Wolken vor der heißen Sonne. Super, auch wenn wir nach dem langen Winter in Deutschland noch nicht wirklich auf diese Wärme vorbereitet waren.

Die Strecke des Barcelona Marathon

 

Punkt 8:30 ging es vom Plaça Espanya hinauf zum FC Barcelona Stadion „Camp Nou“. Anschließend durch die Stadt, vorbei an der Universität, der Sagrada Familia, entlang am Strand, vorbei am Hafen, durch die Altstadt zum Ziel. Eine wirklich schöne Strecke, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten und interessanten Orten. Eine schöne Strecke, wenngleich es doch recht hügelig ist. Direkt auf den ersten 15 Kilometern sind einige Höhenmeter zu bewältigen, später wird es dann flacher, wenn es am Meer entlang geht. Dafür ist dort natürlich weniger Schatten. Und auf der Zielgeraden gehts nochmal 2km stetig bergauf. Absolut unnötig nach 40 Kilometern. Insgesamt hat der Lauf ungefähr 350 Höhenmeter.

Mein Lauf lief soweit ganz gut. Ich bin auf der ersten Hälfte super mit dem Streckenprofil und den Temperaturen klar gekommen. Den Halbmarathon erreichte ich in knapp 2 Stunden. Die zweite Hälfte wurde dann aber deutlich schwerer, die steigenden Temperaturen machten mir zu schaffen – aber die Strecke entlohnte dafür. Am Ende erreicht ich das Ziel in 4:34 – nur vier Minuten langsamer als beim letzten Berlin-Marathon. Für diesen frühen Zeitpunkt im Laufjahr war ich sehr zufrieden.

Insgesamt ist der Barcelona-Marathon ein sehr empfehlenswerter Lauf. Die Stadt ist sehr schön, das Wetter auch schon Anfang März frühlingshaft. Die Organisation der Veranstaltung ist ebenso klasse – da gibt es nichts zu meckern. Was mir besonders positiv aufgefallen ist, ist die Verpflegung auf der Strecke. Barcelona ist der erste Lauf gewesen bei dem die Getränke in Flaschen gereicht werden. So lässt sich das Wasser doch wesentlich besser im Laufschritt trinken als das mit den Bechern möglich ist. Aus kann man eine Flasche so noch ein paar Kilometer mitnehmen. Sehr praktisch.

Rückflug

Leider gab es nach dem Zieleinlauf schlechte Nachrichten für uns, denn das Berliner Bodenpersonal hatte beschlossen am Montag erneut zu streiken. Unser Flug wurde storniert. Eine Verlängerung des Aufenthalts wäre eigentlich auch nicht schlecht gewesen, aber zeitlich war das für uns nicht machbar, da Termine und Urlaub anstanden. So buchten wir den Flug im Hotel auf den Sonntag-Abend um. Total nervig nach einem Marathon mit dem Flugzeug zu fliegen, zumal unsere ursprünglich gebuchten Plätze mit Extra Beinfreiheit nicht mehr verfügbar waren. Im Nachhinein aber die richtige Entscheidung, da der Streik später auch noch auf Dienstag verlängert wurde.

Mein Fazit steht aber fest: das war nicht mein letzter Marathon in Barcelona – ich komme wieder.

Ähnliche Beiträge:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.